Thailand – Tag 8: Im Massageparadies

Heute teilten wir uns wieder auf, und da ich einen ruhigen Tag am Strand von Bangrak – nur einen Steinwurf entfernt von unserem Guest-House – verbracht habe, gibt es nicht viel zu berichten. Inzwischen könnte ich gerade angekommenen Touristen immerhin schon ein wenig über die Orte auf der Insel und deren Strände erzählen.

Bangrak besitzt einen sehr schmalen Strand, der weniger stark bevölkert zu sein scheint. Er liegt zudem im Norden der Insel, weswegen man das eine oder andere schattige Plätzchen ergattern kann. Außerdem wurde mir hier an diesem Tag zweimal Weed angeboten, was mir in Chaweng oder Mae Nam nicht widerfahren ist. Zusammen mit dem abendlichen Flair der Hauptstraße würde ich Bangrak daher als preiswerte Feieralternative zu Chaweng brandmarken.

Die Inselmetropole Chaweng im Osten ist stark touristisch geprägt. Hier bekommt man an den Ständen am Rand der Hauptstraße nahezu alles, was das Markenfälscherherz begehrt. 😉 Man sollte auf jeden Fall das Handeln beherrschen und die Verkäufer ordentlich im Preis drücken. Ein Drittel vom Vorschlag des Händlers abziehen, scheint zu einem Preis zu führen, der einigermaßen üblich ist. Darüber zahlt man im Regelfall zuviel; bei weniger hat man gut gehandelt oder das erste Angebot des Verkäufers grenzte an gnadenloser Touristenabzocke. Entspannt einkaufen kann man meist nicht, man wird alle paar Schritte von Verkäufern angesprochen. Der Strand von Chaweng ist ganz nett (Morgensonne), man sollte sich aber auf Myriaden von Bauchladenverkäufern einstellen, die zumeist auch sehr penetrant sind.

Die Inselhauptstadt Nathon im Westen ist ebenfalls touristisch geprägt, scheint aber athmosphärisch von der Marktwirtschaft nicht komplett auf Touristen zu setzen. Hier kann man auch zahlreiche Thais durch die Straßen wuseln und einkaufen sehen. Man kann hier auch entspannt flanieren und sich alles anschauen, da man nur selten angesprochen wird, im Gegensatz zu Chaweng. Nathon ist nach meinem Empfinden übrigens die einzige Stadt, die ein wirkliches Straßennetz besitzt. Die anderen Orte, selbst Chaweng, besitzen meist eine Hauptstraße und davon abgehende Nebenstraßen, die meistens in einer Sackgasse enden. Direkt in Nathon ist der Strand nichtexistent, dafür gibt es von hier Fährverbindungen nach überall in der Gegend, auch zum Festland. Wenn man mit der Fähre anreist und die Insel besucht, landet man wohl hier als erstes.

Im nördlichen Westen ist mir noch Mae Nam bekannt. Der Strand ist sehr schön sowie extrem ruhig und entspannend, da sich hier nur Resorts und Bungalows befinden. Bauchladenverkäufer sind sehr spärlich gesäht und verschwinden meist sofort nach einem ‘No, thanks’. Die Hauptstraße ist eher unspannend und gewerblich orientiert. Wer Ruhe und Entspannung sucht, sollte sich ansonsten noch die Tong Son Bay im Nordosten anschauen. Sie liegt eher abgelegen von der Ringstraße um die Insel. Das folgende Bild zeigt die Tong Son Bay.

Abends gingen wir vier dann noch gemeinschaftlich zur Massage. MacKenzie und ich waren von Ishtars und nasebaers Erzählungen angefixt und wollten es jetzt auch ausprobieren. Da ich am Mittag wie erwähnt am Strand gewesen bin, habe ich mir einen ordentlichen Sonnenbrand auf dem Rücken eingefangen. Auf zuraten der thailändischen Masseuse wandelte ich daher die “Shoulder and Neck Massage” in eine “Aloe Vera Massage” um. Hierbei wurde mein gesamter Körper, bis auf die Intimregion natürlich (wobei das in manchem Etablissement sicher nur eine Preisfrage ist), mit Aloe Vera eingerieben. Das war in Kombination mit der Hintergrundmusik so entspannend, daß ich irgendwann das Gefühl hatte, ich würde gleich einschlafen. Außerdem kühlte das Aloe Vera so sehr, daß ich irgendwann im sanften Zug des Ventilators fast fror.


Der “Thailänder um die Ecke”, links der Weg zu unserem Haus

Auf Vorschlag bekam ich außerdem noch eine ausführliche Fußpflege, bei der mir gefühlte einhundert Gramm Hornhaut von der Sohle gerubbelt wurde. 😉 Das ganze kitzelte zwar gehörig, aber das Ergebnis konnte sich sehen oder vielmehr fühlen lassen. Der Spaß kostete insgesamt 600 Baht, also ungefähr 15 Euro (400 Baht für die “Aloe Vera Massage”). Eine “Shoulder and Neck” würde mit gerade einmal 200 Baht zu Buche schlagen, was Ishtar und nasebaer dazu brachte, so oft als möglich das Etablissement zu besuchen, da die Massagen wirklich gut und das Ergebnis deutlich spürbar war. Meine Empfehlung daher: Wer Thailand besucht, sollte sich die Erfahrung zumindest einmal gönnen, zu einer solchen Massage zu gehen!

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