Thailand – Tag 5: Ruhetag in Mae Nam

Heute gingen wir nach dem Frühstück alle auf eigene Faust durch die Gegend. Ich selbst brach erneut nach Mae Nam auf, um mir einen entspannten Ruhetag am Strand zu gönnen. Ishtar und nasebaer entschieden sich für Chaweng Beach, zwecks anschließender Einkaufstour in der belebten City. MacKenzie brach alleine ebenfalls nach Chaweng auf, um sich eine Shoppingtour zwecks Souvenir- und Geschenkexport nach Deutschland zu geben.

Ich war immer noch ohne Brille und darum etwas in Sorge, ob ich überhaupt ein Taxi auf der Straße erkennen würde, um es anzuhalten. Doch einigermaßen ging das noch, da die Pickups und Taxis doch auch auf größere Entfernung (oder mit schlechterem Augenmaß) gut zu erkennen sind. Trotzdem musste ich eine Weile stiefeln; vor allem nach der Abbiegung zur Inselmetropole Chaweng war kein Taxi mehr in Sicht. Scheinbar ist die Strecke Bangrak – Mae Nam nicht sehr einträglich, zudem war heute morgen sowieso erschreckend wenig los.

Schließlich hielt doch noch ein Taxi: Ein Motoroller! Der Fahrer erkannte mich als Tourist und wollte 200 Baht; ich schlug 100 vor und wir einigten uns bei 120. Wenn ich mir die Geschichten von MacKenzie anhöre, die eine klimatisierte Taxifahrt bis Chaweng (zwar nicht so weit entfernt, aber trotzdem) für 60 Baht erfeilscht hat, war das aber immer noch zu teuer. Dafür war die Motoroller-Fahrt sehr spaßig und machte Lust, sich selbst so ein Ding demnächst zu mieten.

In Mae Nam wanderte ich nach einem Drink den Strand entlang, und entspannte für einige Stunden. Sonne fiel zwar nach der Hälfte flach, dafür kam ein kühler Wind auf; doch immerhin regnete es nicht wie in Chaweng, wie mir Ishtar und nasebaer später erzählten.

Was ich bemerkte: Ich befand mich an einem Strandgebiet, an das ein Resort angrenzt. Hier verhalten sich die Bauchlädenverkäufer weitaus weniger penetrant wie am Vortag in Chaweng am Strand erlebt. Dort war der Strand an unserer Stelle “frei”, also ohne Bungalows im Ufergebiet dahinter. Viel los war auch in Mae Nam nicht, nur vereinzelt räkelten sich Urlauber auf ihren Decken. Manchmal sagten einige Hunde guten Tag und legten sich direkt neben mich, entweder auf der Suche nach einer Essensgabe oder Gesellschaft. Auffällig fand ich zudem einen ungefähr Dreißigjährigen, der mit einem sehr jungen Thailänder lange am Strand entlangflanierte und unter anderem von ihm Fotos machte. Was natürlich erstmal nichts bedeutete; trotzdem kam ich ins Grübeln.

Schließlich verließ ich den Strand und erwischte nach einem kurzen Abstecher die Hauptstraße von Mae Nam entlang ein Pickup-Taxi zurück nach Bangrak für 100 Baht. Die Tour ging erwartungsgemäß erstmal über Chaweng und dauerte damit sehr viel länger als die Hinfahrt auf direktem Weg. Der Fahrer verdiente mit diesem Umweg aber deutlch mehr und konnte zwei weitere Touristen sowie ein paar Einheimische aufsammeln, die in die Stadt wollten. Immerhin konnte ich selbst so auch noch einige Fotos aus dem Auto heraus schießen. Bemerkenswert war die Frage des Fahrers beim Abschied. “You have a bungalow-lady?” – “Erm, no.” – “Come with me then…” – “No, thanks.”

Ein interessanter Einblick, wie auf der Insel noch oft Geld verdient wird.

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