Reaktivierung

Die Weihnachtszeit führt ja irgendwie immer dazu, daß man in sich hinein horcht. Bei mir jedenfalls ist das so. Vermutlich ist ein Grund, daß ich in meinem Fall zur Familie fahre, dort einem jeder Wunsch von den Lippen abgelesen wird, man allgemein Urlaubstage mit viel Freizeit und Muße verbringt und dadurch die inneren Stimmen vermehrt zu Wort kommen können. In diesem Fall führte das dazu, daß ich bemerkte endlich nach langer Zeit wieder Motivation und regelrecht Lust zum Bloggen zu haben. Und da man so etwas gleich nutzen soll, updatete ich das Blog erstmal auf die neueste Version. Nun sind einige Jahre ins Land gegangen, und anscheinend hat WordPress der von mir genutzten S9Y-Software den Rang abgelaufen. Grund zum Wechseln sehe ich jetzt allerdings ad hoc nicht. Zumindest geht die Motivation nicht so weit, die Einträge ins WordPress zu migrieren. 😉 Irgendwann kommt der Wechsel mal vielleicht, dann wird es aber vermutlich einen kompletten Reset geben.

Diese Arbeiten führten gemeinsam mit der vorhandenen Muße auch dazu, daß ich mir interessiert die alten Einträge – in diesem Falle aus 2005 und 2006 – durchgelesen habe. Zwei Jahre, die in meinem Fall auch von Veränderungen geprägt waren. So konnte ich noch einmal nachlesen, mit welchen Problemen ich bei der Diplomarbeit zu kämpfen hatte, wie meine damaligen drei Bewerbungsgespräche verlaufen waren und was meine ersten Gedanken bezüglich meiner ersten Arbeitsstelle waren. In Kombination mit den anderen Dingen, die mich damals beschäftigt haben, fühlte ich mich teilweise in der Zeit zurückversetzt. Spannende Sache…

Daß danach das Bloggen nach und nach abgenommen hat, wunderte mich dabei nicht. Schon in den ersten Beiträgen bezüglich der neuen Stelle bzw. den letzten aus diesem Zeitraum konnte ich lesen, daß ich schon zahlreiche Überstunden hatte. Und die heiße Phase hatte dort gar nicht einmal begonnen. Ich war dann schnell einfach zu erledigt, abends noch irgendetwas Produktives zustande zu bringen. In der Freizeit frönte ich dann lieber dem neuen Hobby des Geocachens. Und ansonsten entspannte ich mich zu Hause beim Konsumieren von DVDs oder Büchern. Aber Schreiben? Weniger und wenn, dann nicht für’s Blog.

Nun bin ich seit eindreiviertel Jahren im neuen Job in Hamburg und seit eineinhalb Jahren auch dort wohnhaft. Routine hat sich eingestellt, ich bin wieder runtergekommen von dem ganzen Stress der alten Stelle. Auch wenn die Kollegen nett waren, die Arbeit faszinierend und herausfordernd, so bin ich doch froh den Absprung geschafft zu haben. Denn die Arbeit als Systemadministrator in einer Uniklinik war kräftezehrend und hat mich leer gesaugt; was natürlich auch mit mir zum damaligen Zeitpunkt zusammenhing, denn ich habe mich bereitwillig leer saugen lassen. Heute würde mir das vermutlich (hoffentlich) nicht mehr passieren.

Heute bin ich (hauptsächlich) in der Software-Entwicklung tätig und damit dort, wo ich auch während des Studiums immer hin wollte. Einen leeren Schreibtisch habe ich dort zwar auch nie, aber die Arbeit verteilt sich besser und kommt nicht in Schüben. Außerdem muss sie nicht wie in der Administration am Besten gleich gestern erledigt werden.
Zurück zum Thema Reaktivierung: Ein Daily Blogger wird aus mir vermutlich nie werden, da ich nur schreibe, wenn ich überzeugt bin etwas Interessantes erzählen zu können und dabei eher zu kritische als zu weiche Maßstäbe anlege. Aber den einen oder anderen Text wird es hier demnächst wohl wieder geben. Insofern: Bleibt wachsam! 🙂

PS: Bin gespannt, ob überhaupt jemand den Beitrag hier bemerkt. Wer hat mich nach Jahren der Inaktivität noch in der Blogroll? 😉

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