Mobil bei Arbeit, Sport & Spiel

Die letzten Wochen bersteten vor privaten Aktivitäten und Terminchen, und auch auf der Arbeit ist momentan reichlich zu tun. Zur Erinnerung: Das Krankenhaus, in dem ich arbeite, will zum Jahreswechsel ein komplett neues Informationssystem für all ihre Patientendaten, etc. einführen. Ein echtes Mammutprojekt, in das ungefähr 100 Personen direkt durch die Einrichtung und Inbetriebnahme und tausende Angestellte indirekt als Anwender involviert sind. Und mittlerweile habe auch ich als Hardware-Administrator des neuen PACS, des Teils des Systems, das Bilddaten aus CTs, MRTs, etc. speichert, die erste Hardware vor der Bürotür stehen. Davor haben aber die Götter die Routine gesetzt: Das alte System wurde vorletzte Woche noch einmal upgedated, was zu einem abendlichen Ausfall und zu vermehrten Überstunden bei der EDV-Belegschaft führte. Da ich an diesem Tag Frühdienst hatte, war ich satte 16 Stunden auf der Arbeit, von 6:15 bis 22:30 Uhr. An dem Abend war ich mehr als erledigt.
Ansonsten kämpfen eine Doppelkopf-Runde, die ich nach jahrelanger Suche in Lübeck endlich gefunden habe, sowie Badminton und Joggen um meine abendliche Freizeit. Letzten Donnerstag war nämlich bei uns der Unilauf, eine kleine Tradition, die alle halbe Jahre im Juni und im Januar stattfindet. Organisiert wird der Lauf vom Hochschulsport, und Angestellte des Uni-Klinikums, der Universität sowie Studenten dürfen daran teilnehmen. Bisher war ich erst einmal im Januar ’03 Teilnehmer gewesen, als ich noch richtig im Training gewesen bin. Inzwischen laufe ich weniger häufig, was man dann auch an der Zeit gesehen hat. Statt den 33 Minuten von damals waren es diesmal 37 Minuten, was sich in der Plazierung schon deutlich geäußert hat (diesmal auf 2/3 des Feldes, damals auf 1/3). Aber ich war trotzdem glücklich, überhaupt über 37 Minuten ohne Pause durchgehalten zu haben. 🙂 Richtig klasse finde ich, daß man hinterher sogar eine Urkunde mit Name, Zeit und Plazierung überreicht bekommt.

Last but not least bin ich dieses Wochenende auch wieder kräftig gefahren. Samstag ging es 350km nach Bielefeld, um dort eine Runde “Twilight Imperium” in einer Fünfer-Runde zu spielen. Das überaus komplexe Science-Fiction-Strategiespiel, das man am ehesten als eine Mischung aus “Risiko”, “Sternenfahrer von Catan” und “Civilization” beschreiben kann, hatte ich vor einigen Monaten auf einem Rollenspiel-Treffen kennengelernt und war recht angetan. Man startet auf einer Weltallkarte in einem Planetensystem und muss sich geschickt ausbreiten, um wirtschaftliche Macht zu erlangen, damit man hierdurch technologisch und militärisch nach vorne kommt und eine Reihe von “Missionen” erfüllen kann, um die alle Spieler gemeinsam ringen. Durch das Erreichen dieser Missionsziele gelangt man dann an die nötigen Siegpunkte für den Gesamtsieg. Das Spiel ist damit nur sehr abstrakt beschrieben, denn es berstet vor Regeln, Hintergrund, Möglichkeiten, uvm. Die Partie ging dann auch 13 Stunden (mit Essenspause), wobei ein bis zwei Stunden für die Vorbereitung drauf gingen. 😉 Es ist also definitiv nichts für zwischendurch, sondern für einen Wochenendtag.

Nach der Übernachtung habe ich am Folgetag noch ein weiteres Spiel kennengelernt: “Space Dealer“. Dabei handelt es sich um ein Echtzeitspiel. Etwas gewöhnungsbedürftig: Jeder Spieler hat zwei Sanduhren. Man kann diese auf einer Aktion plazieren, und ist die Sanduhr durch, wird die Aktion gültig und man darf die Sanduhr neu plazieren. Aktionen sind bei diesem Spiel beispielsweise: Rohstoffe in Minen produzieren, Technologien erforschen, Schiffe bewegen, etc. Das Spielziel ist es, möglichst viel Rohstoffe zu seinen Mitspielern zu bringen, um deren spezielle Nachfrage zu befriedigen. Wer die meisten Rohstoffe transportiert, gewinnt. Die Nachteile an dem Spiel: Es ist ziemlich hektisch durch die Echtzeit, was nicht so ganz meins ist. Außerdem gibt es nur indirekt Interaktion zwischen den Spielern, jeder macht so sein Ding. Aber als Experiment nicht schlecht. Wer es mal in die Finger bekommt, z.B. als Ausleihe, einfach mal ausprobieren. 🙂

Ein Kommentar

  • Das mit den Überstunden kommt mir bekannt vor. Kenne ich auch nur zu gut. Das Gute daran ist aber, dass man es in solchen Situationen gar nicht mehr mitbekommt, wie die Zeit vergeht. Freitag habe ich zum Beispiel erst im 17 Uhr gemerkt, dass ich den ganzen Tag noch nichts gegessen hatte…

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