Lebenszeichen

Nach einer kleinen Ewigkeit gibt es von mir auch mal wieder ein Lebenszeichen. Die Fleißarbeit in punkto XML war schnell erledigt, so daß ich vor knapp einer Woche mit den ersten Arbeiten am Hauptschirm beginnen konnte. Dieser Hauptschirm wird in J2ME mittels eines sogenannten Canvas realisiert; das ist eine Fläche, die so groß ist wie der zur Verfügung stehende Platz für ein Programm auf dem Zielgerät. In meinem Fall ungefähr 240*268 (Breite*Höhe).

Auf diesem Canvas kann pixelgenau herumgezeichnet (Geometrische Objekte) und können Bilder plaziert werden. Ebenso pixelgenau können Bereiche auf dem Schirm definiert werden, wo auf Pointereingaben mit dem PDA-Stift reagiert werden soll. Also beispielsweise bei einem Button oben links definiert man in der Methode pointerReleased(x,y) einen Bereich zwischen (X 10, Y 10) und (X 20, Y 20), bei dem auf ein Zeigertippen eine bestimmte Methode aufgerufen wird. So ungefähr sieht der Hauptschirm momentan aus:

Die schwarzen Quadrate werden irgendwann noch durch Bilder ausgetauscht und auch ansonsten ist die Oberfläche natürlich noch ziemlich nackt. 🙂 Aber ganz okay für erste Gehversuche. Die Navigationsleisten lassen sich sogar einzeln ein- und ausblenden. 😉

Bei der CLDC/MIDP-Version von J2ME gibt es neben dieser Low-Level Möglichkeit der Layoutspezifikation noch eine High-Level-Möglichkeit: Die Definierung einer Liste oder eines Formulars. Der Liste können nur knappe Strings übergeben werden, die dann untereinander auf dem Bildschirm dargestellt und angewählt werden können. Dem Formular können ganz genauso einzelne Formularitems wie Text-Boxen, sogenannte Gauges (Scroll-Leisten) und Check-Boxen wie Radio-Buttons übergeben werden, mit denen man Daten abfragen kann. Im Folgenden die Liste und das Formular.

Normalerweise läuft das Design von Benutzeroberflächen bei Java komplett anders ab. Im Desktop-Bereich hat man GUI-Pakete, wo Layout-Manager die Darstellung der einzelnen Elemente übernehmen, die dann beispielsweise auch angemessen auf ein Ändern der Fenstergröße reagieren. In der CLDC/MIDP-Version von J2ME, die normalerweise auf Handies und leistungsschwache Smartphones zielt, hat man sich das natürlich gespart. Für den PDA gibt es ansonsten noch die CDC/PP-Version von J2ME, die dann auch wieder eine leistungsfähigere GUI besitzt.

Anhand dieser Screenshots kann ich nochmal das aufzählen, was ich bisher geschafft habe. 😉 Nach Programmstart kommt das Hauptmenü mit dem “Login…” ganz oben in der Liste. Nach Klick darauf erscheint ein Fenster, wo man eine ID eingeben darf, wonach nach erneutem Klick das zugehörige Besucher-Profil vom Server abgerufen und präsentiert wird – wie im letzten Bild zu sehen. Nach der Bearbeitung dessen und erneutem Klick auf einen Button ganz unten wird das Profil im Server aktualisiert und der Hauptschirm (das Bild ganz oben) präsentiert. Mit dem Klick auf die häßlichen, schwarzen Kästchen kann man sich zudem immerhin die Namen der vorgeschlagenen nächsten Exponate anzeigen lassen, die einem das System zum Anschauen vorschlägt. Toll, oder? 😉

Ein Kommentar

  • Nachdem ich im letzten Artikel berichtet hatte, daß sich das letzte große Problem erledigt hatte, konnte ich mich beruhigt wieder daran machen, das Programm weiter zu implementieren. Wir erinnern uns: Dadurch, daß ich jetzt JNI zur Sound-Aufnahme und –

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