Installing Kubuntu

Als erstes kaufte ich mir heute eine zweite Festplatte für meinen Rechenknecht. Da ich auf den IDE-Port, wie hier schon erwähnt, nur unter großen Schwierigkeiten zugreifen kann, holte ich eine 160-GB-S-ATA-Platte. Eigentlich sollten es nur 80GB sein, aber die entsprechende Platte war natürlich nicht vorrätig. Und da die doppelt so große Festplatte nur 20 EUR mehr kostete, fand ich mich damit ab. Auf dem Rückweg vom Computershop rechnete ich die Festplattenkapazität meines aktuellen Systems aus und kam auf (80+160(+40 extern)=) 280 Gigabyte. Das wären dann knapp 0.3 Terabyte. Vor ein paar Jahren war das noch eine unglaublich Zahl für mich. Heute ist es schon normal. 😉
Nach dem Einbau schob ich die am Vortag frisch gebrannte Kubuntu-Live-DVD in das Laufwerk. Ich entschied mich für dieses System, da es z.B. in der c’t sehr positiv bewertet worden war und auch von Freunden erfolgreich als Desktop-Sytem eingesetzt wird. Die Ernüchterung kam nach einigen Minuten des Bootvorgangs von der DVD, als dieser zwar eigentlich komplett durchgelaufen war, wie der Wechsel auf eine Textkonsole zeigte, aber sich KDE nicht öffnen wollte. Vermutlich hat die Live-DVD Probleme mit meiner Grafikkarte.

Also die Alternative des Text-Installers gestartet. Hier offenbarte sich ein weiteres Problem: Meine eben eingebaute 160GB-Festplatte, auf der ich Linux installieren wollte, wurde nicht erkannt. Die erste S-ATA-Platte mit 80GB und Windows darauf erkannte er anstandslos. Auch die am USB-Adapter hängende externe 40GB-Platte erkannte der Installer sogar. Nur die dritte Platte blieb unsichtbar.

Ein wenig Nachforschen im Netz ergab, daß vermutlich ein Problem mit dem S-ATA-Controller auf dem Mainboard vorlag. So ist die Technik relativ neu, und die Controller werden noch nicht vollständig unterstützt. Interessanterweise wurde die erste S-ATA-Platte aber erkannt. Aus experimentellen Gründen steckte ich darum die Platte an einen anderen Port auf dem Mainboard, so daß sie vom BIOS nicht mehr als Slave, sondern als Master initialisiert wurde. Doch brachte dies nur eine Verschlimmerung: Nun blieb der Installer bei der Anzeige der Partitionierungsdaten sogar hängen. Die Konsole meldete “Analyzing physical devices. This may take a while…” und das war’s.

Meine letzte Idee zu einer zumindest erstmal lauffähigen Installation war folgende. Die für Spiele genutzte zweite Partition auf der ersten Platte wurde freigeräumt und die Spiele auf die erste Partition der neuen Festplatte geschoben. Dann wurde die nunmehr leere Partition gelöscht. Damit hatte ich nun freien Platz für die Installation. 🙂

Also erneut wieder von der Live-DVD gebootet und vollständig installiert. DVD raus, Neustart. Der Kernel entpackt, Linux will die Root-Partition mounten, und wieder Stillstand. Okay, jetzt reicht’s… es wird erstmal gebloggt und danach in Ruhe überlegt, was jetzt zu tun ist. 😉

UPDATE: Mittlerweile ist bekannt, daß der Kernel von (K)ubuntu 6.06 in der Version 2.6.15 den VIA VT8251-Chipsatz meines Mainboards zur Steuerung der S-ATA-Schnittstellen nicht unterstützt. Es gibt zwar einen Patch, aber wie patchen ohne Installation. 😉 Der neue Kernel 2.6.18 soll allerdings den Chip unterstützen. Der wird hoffentlich in (K)ubuntu 6.10 dabei sein, der momentan als Alpha2 schon verfügbar ist. Oder ich nehme eine andere Distribution. Ich werde mal schauen…

Ein Kommentar

  • Wir sind übrigens nach einer weile Kubuntu bei Ubuntu plus Gnome hängen geblieben und ich muss sagen, nach etwas Umgewöhnung gefällt mir das sehr viel besser und die Oerfläche ist auchbesser systemintegriert.

    Das mit dem Treiber ist natürlich murks… nasebaer frickelt quasi seit Monaten an seinem ATI-Treiber – fglrx, ein zwar bekanntes, aber denoch nicht wirklich gefixtes Problem. Derzeit sollte man als Linuxer echt NVIDIA bevorzugen.

    ich dagegen mit meiner Uraltmöhre (P3-733, alte Voodoo) hab so gut wie keine Treiberprobs.

    Ich drücke die Daumen nd wünsche viel Erfolg.

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