Feuerwerk-Wochenende

Dieses Wochenende war aktivitätsmäßig sicherlich eines der intensivsten in der letzten Zeit. 😉 Herzdame und ich fuhren primär wegen einer Feuerwerksveranstaltung (Internationaler Feuerwerkswettbewerb, Kanada präsentierte) in meine Heimat Hannover. Mit einem befreundeten Pärchen hatten wir den Plan geschmiedet, uns dort zu treffen und dann noch den Sonntag gemeinsam zu verbringen.

Der Samstag beziehungsweise die Aktion begann aber mit Problemen. Auf halbem Weg von Lübeck nach Hamburg fiel mir auf der Autobahn siedendheiß ein, daß wir die Eintrittskarten vergessen hatten. Sie hingen noch an der Pinnwand in der Küche, an der ich sie vor Monaten appliziert hatte. So mußte Herzdame, die am Steuer saß, also wenden (nicht sofort natürlich) und zurückfahren. Dadurch verloren wir eine ganze Stunde, aber sowas passiert halt. Wir waren sowieso sehr zeitig, morgens um 09 Uhr, los gefahren, weil wir vorher noch zu zweit in den Hannoverschen Zoo wollten. Dadurch mußte wenigstens niemand auf uns warten. 🙂

Um 12 Uhr waren wir dann in Hannover. Der dortige Zoo ist durchaus eine Empfehlung wert. Vor einem Jahr waren wir schon drin gewesen, und Herzdame nutzte die Gelegenheit unseres Wochenendtrips, um sofort den Wunsch zu äußern, dem Zoo einen erneuten Besuch abzustatten. 😉 Diesen kenne ich schon seit meiner Kindheit, doch in der aktuellen Form des “Erlebniszoos” existiert er erst seit zehn Jahren. Erlebniszoo deswegen, weil es einerseits viele Tiershows gibt, und man sehr viele Gelegenheiten bekommt, den Tieren auf Tuchfühlung zu gehen. So gibt es beispielsweise ein Vogelhaus, in dem Loris frei herumfliegen dürfen und manchmal auch auf menschlichen Köpfen landen. 😉 Bilder des Zoos findet Ihr hier. Das ganze Areal ist auch sehr stylisch angelegt. So gibt es beispielsweise einen Afrika- oder Indien-Bereich.

Nach dem Zoobesuch wanderten wir noch ein wenig durch Hannover und versorgten uns mit Nahrung, bis wir uns dann gegen 18 Uhr in den Herrenhäuser Gärten von Hannover einfanden, wo das Feuerwerk stattfinden sollte. Der erste Blick fiel auf die Abendkassen. Hätten wir unsere Eintrittskarten vergessen, hätten wir hier also noch eine Gelegenheit zum Nachkauf gehabt. 😉 Eine Obergrenze an Tickets gab es scheinbar nicht, denn die Gärten, die ich auch seit meiner frühen Kindheit kenne, sind riesig – siehe hier. 🙂

Überhaupt wurde ich vom Besucheransturm total überrascht. Ich rechnete mit wenigen hundert Besuchern, aber laut Schätzungen kamen an die Zehntausend! Und die meisten waren mit Picknickkörben, Liegestühlen, Decken und mehr bepackt, die sie dann ausbreiteten und sich die drei Stunden bis zum Feuerwerksbeginn vertrieben. Das ganze ähnelte einer riesigen Gartenparty, und es war faszinierend mitzuerleben. Viele nutzten aber auch die Gelegenheit und schlenderten durch die Gärten. Gerade später boten die Flora und die zahlreichen Springbrunnen und Fontänen ein wunderschönes Bild, da sie bei Einbruch der Dunkelheit illuminiert wurden. Außerdem gab es kleine Rahmenveranstaltungen wie eine Blues-Band oder sogenannte “Walking-Acts”. Letzteres waren Schausteller, die aufwendig kostümiert durch die Anlage wanderten.

Das internationale Feuerwerk selbst begann pünktlich um 21 Uhr und war atemberaubend. Zu musikalischer Hintergrunduntermalung von unter anderem David Bowie, Pink Floyd und dem Soundtrack aus “Lord of the Rings” brannte das Team von Teilnehmer Kanada ein wahrhaft kolossales Farbenspiel präsentiert. Ich habe versucht, das mit meiner Kamera einzufangen, aber weil ich nur eine billige Digi-Knipse besitze und zudem kein Stativ mein eigen nenne, gingen alle Photos in die Hose. Um wenigstens etwas zu präsentieren, habe ich diesen Film aufgenommen. DIe Qualität ist miserabel, ja. 😉 Wer möchte, findet hier einen qualitativ guten Zusammenschnitt, muß sich dafür aber in dem Forum registrieren. Kanada wurde dann doch nur vorletzter.

Danach übernachteten wir bei den Eltern unserer Freundin und verbrachten noch den Sonntag gemeinsam in Hannover. Bei blauem Himmel flanierten wir durch die Altstadt, am Maschsee entlang und besuchten eine Sushi-Bar. Gegen 18 Uhr fuhren wir wieder gen Lübeck.

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