Für ein Treffen mit Kumpeln…

…fährt man auch mal knapp über 200km weit. 😉 So gestern Abend geschehen. Um kurz nach drei schnappte ich mir den Wagen und machte mich von Lübeck aus auf den Weg nach Hannover. Für jemanden wie mich, der eigentlich recht gern Auto fährt, sofern er nicht in einen Stau gerät, ist das eigentlich keine Strecke. So war ich trotz Berufsverkehr auch innerhalb von zweieinhalb Stunden am Ziel. Der famose Soundtrack zu ‘Kill Bill‘ geleitete mich dabei die meiste Zeit und ließ die Zeit zu einer gefühlten Stunde schrumpfen.
In Hannover traf ich mich um 19 Uhr im Alex am Thielenplatz mit dreien meiner alten Hannover’schen Schulgang. Auch wenn wir uns jetzt gezwungenermaßen nicht mehr so häufig sehen können (Lübeck, Osnabrück, Bochum, Marburg und Paderborn (ehemals Braunschweig) trennen doch sehr stark), haben wir den Kontakt dank eMails, IRC und ICQ niemals verloren. Doch sind Dreier-, Vierer- oder Fünfertreffen immer ein riesiges Event, weswegen ich mich auch die Woche entschlossen habe, für einen Abend nach Hannover runterzudübeln. Fahrerisch wie gesagt kein Thema; der einzige Wermutstropfen bilden die Spritkosten, die bei einem Studenten und einer Auszubildenden doch reinhauen.

Was hat man also zu bereden, wenn man sich zu viert nach vielen Monaten wieder sieht? Erstmal muß man die oftmals doch recht knappen Mail-Inhalte, wie privat und “beruflich” der aktuelle Stand ist, aktualisieren. Dann werden recht schnell aktuelle Dinge, die uns beschäftigen, diskutiert. Diesmal Sachen wie Studiengebühren, das Leben als frisch gebackener Doktorand (der Paderborner), praktischer Informatikkrams (bei zweieinhalb Informatikern ;)), praktischer Wirtschaftskrams (bei einem BWLer und drei ahnungslosen Interessierten ;)) und anderen Dingen. Dann wird ein DoKo-Blatt ausgepackt und das Hauptaugenmerk auf’s Spielen gerichtet. Und dann beschließt man um 23 Uhr noch die Lokalität zu wechseln, um eine Runde zu krökeln.

Um zu erklären: DoKo und Krökeln waren die Freizeitbeschäftigungen bei uns in der Schulzeit. Von anfänglichen Notlösungen bei Freistunden entwickelten sich die DoKo-Sessions zu echten Rennern. In der Oberstufe blieben wir manchmal freiwillig(!) nach den Schulstunden noch in der Schule, um zwei Stunden Karten zu kloppen und trafen uns nach dem Abitur noch wöchentlich zu achtstündigen DoKo-Zockereien. Krökeln war dagegen eher vor der Oberstufe angesagt, da wir unter unserem Klassenraum, den wir zur 9. und 10. Klasse ‘bewohnten’, den Schuleigenen Krökeltisch zu stehen hatten. Auch hier blieben wir sehr oft noch nach den Schulstunden etwas länger und wurden mitunter skeptisch von den Lehrern beäugt, die uns ungläubig darauf ansprachen, warum wir freiwillig noch in diesem Gebäude blieben. 😉

Um halb zwei war für mich jedenfalls der Abend zu Ende, und ich machte mich auf die autoleeren Autobahnen, bis ich um 4 Uhr morgens schließlich wieder zu Hause ankam. Eigentlich hätte es noch 15 Minuten eher sein können, aber ich mußte einen kleinen Umweg fahren, weil ich auf der Autobahn eine Tanke übersehen hatte. Als dann die Tankanzeige Reservestand meldete, mußte ich die nächste Abfahrt runter, auf der anderen Seite wieder rauf und dort tanken. Danach dann dasselbe Spiel. Naja, besser als ohne Benzin liegen bleiben…

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