Cacti: Graphen

Ennonymous hat neulich über Cacti geschrieben, da dachte ich, ich streu mal noch etwas motivierenden Zucker, was man so alles damit machen kann. Die Graphen bitte anklicken, um sie in ihrer korrekten Größe zu sehen.

Hier ist sehr gut der Verlauf bei einem Authentifizierungs-Server zu sehen. Wie man sieht liegt die Hauptarbeitszeit der Nutzer in der Mitte des Tages, also ca. um 12:00 Uhr. Der 26. und 27. waren Wochenendtage, wo nur leichte Anstiege zu verzeichnen sind.

Bei dem obigen Graphen ist die CPU-Last der einzelnen CPUs eines Serverclusters mit insgesamt acht Prozessoren (1 Kern/Prozessor) visualisiert.

Der folgende Graph zeigt die Speicherauslastung eines Windows-2003-Server-Systems (Kommunikations- und Printserver). Zu erkennen ist der stetige Speicherverbrauch von Mai bis Mitte September, was auf ein Speicherleck schließen lässt. Ab Mitte September wurde der Server öfter wegen Konfigurationsänderungen rebootet, jetzt pendelt sich die Auslastung auf einem bestimmten Level ein.

Der folgende Graph zeigt ebenfalls die Speicherauslastung eines Windows-2003-Server-Systems, in diesem Fall eines Terminalservers. Auch hier ist ein wiederkehrendes Muster erkennbar. Besonders wichtig im Zusammenhang mit dem Stichwort ‘proaktive Wartung‘. Weichen die Daten zu einem Zeitpunkt mal deutlich von der Norm ab, kann so schon reagiert werden, auch wenn das System eigentlich ansonsten noch keine Auffälligkeiten zeigt.

Beim obigen Graphen handelt es sich um ein UNIX-System, visualisiert ist die Load Average. Dabei handelt es sich um die durchschnittliche Länge der Prozesswarteschlange (die Warteschlange mit Prozessen, die auf ihre Ausführung warten, aber noch nicht ausgeführt werden können, weil andere Prozesse das System in irgendeiner Form auslasten).

Bei einem System mit wenigen Prozessen, die jeweils lange das System beanspruchen, wäre eine solche Load-Average ziemlich übel. Bei diesem System handelt es sich jedoch wiederum um einen Kommunikationsserver. D.h. der Server bekommt eine Nachricht von einem anderen System, verarbeitet sie, und schickt das Ergebnis weiter an ein anderes System. Jede Analyse einer Nachricht schlägt sich als Prozess in der Load-Average wieder. Steht also ein neuer Prozess an 20. Stelle, ist das nicht ganz so schlimm, da er trotzdem verhältnismäßig schnell an die Reihe kommt.

Zum Schluss noch der Graph, der eine USV betrifft und anzeigt, wie lange ihre Batterien bei einem Stromausfall die Server mit Strom versorgen können, bis sie ihrerseits die Segel streichen muss. (Bei längeren Ausfällen sollte tunlichst der Notstromgenerator anspringen).

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